SchoolCam – eine DSGVO-konforme Möglichkeit, Fotos in der Schule mit privaten Geräten zu machen

Als Lehrer habe ich immer wieder das Bedürfnis – und zugleich das Problem –, dass ich gerne Fotos machen möchte: von Dingen, die die Schüler:innen produzieren, aber auch vom selbst erstellten Tafelbild, das ich gerne sichern möchte. Beides landet bisher in meiner Gerätegalerie, direkt neben meinen privaten Fotos.

Diese Fotos, die ich mit meinem privaten Gerät mache, synchronisieren sich ständig und landen in der Cloud. Sie werden auf anderen Computern verarbeitet und teilweise sogar analysiert. Das heißt: Ich habe es bisher meistens gelassen – oder wenn doch, dann mit einem sehr schlechten Gewissen.
Nun habe ich SchoolCam entwickelt: Eine Kamera-Webseite, die auch als App installiert werden kann und genau diesen Anwendungsfall für Lehrkräfte vereinfacht.
Zum einen sind die Bilder, die mit SchoolCam aufgenommen werden, immer lokal und niemals in fremden Clouds. Sie können direkt auf dem Gerät verwaltet, gelöscht und bewusst versendet werden.
Zum anderen ist die Anwendung geräteübergreifend, das heißt, sie läuft auf allen Geräten. Die Bilder werden dabei aber nicht untereinander ausgetauscht; sie sind lediglich auf dem jeweiligen Gerät vorhanden. Danach liegt es in der Hand der Nutzer, sie datenschutzkonform weiterzutransportieren – in Baden-Württemberg könnte man hierzu zum Beispiel Threema nutzen.
Alles in allem ist es für mich eine Möglichkeit, mein privates Gerät jetzt mit reinem Gewissen zur Aufnahme von Unterrichtsprodukten, Ergebnissen und Ähnlichem zu verwenden.
Übrigens fällt damit auch das Problem weg, dass die eigene private Fotogalerie ständig mit solchen Schulbildern „verschönert“ wird.
Die Software ist natürlich frei verfügbar und unter
https://codeberg.org/kreidezeit-kiwi/schoolcam geladen, verändert und verbessert werden.

 

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