Neue Werkzeuge auf Medien-Durchblick: Einfach machen – direkt im Browser

Die Werkzeugsammlung auf medien-durchblick.de wächst weiter. Über 25 kostenfreie Web-Apps stehen dort mittlerweile bereit – alle DSGVO-konform, ohne Login, ohne Installation, direkt im Browser nutzbar. Jetzt sind wieder einige neue dazugekommen. Zeit für einen kurzen Überblick.

Was ist neu?

Anleitungsgenerator – Wer kennt es nicht: Man erklärt zum fünften Mal denselben Ablauf. Mit dem Anleitungsgenerator lassen sich Schritt-für-Schritt-Anleitungen schnell und strukturiert zusammenklicken – für den Unterricht, für Projekte, für alles, was eine nachvollziehbare Reihenfolge braucht.

Entfernungsmesser – Wie weit ist es eigentlich von hier nach dort? Das Tool berechnet Entfernungen zwischen Adressen und eignet sich damit gut für den Geographieunterricht oder die nächste Projektarbeit.

PDF zu Markdown – PDFs sind praktisch, aber oft eine Sackgasse, wenn man den Inhalt weiterverarbeiten will. Dieses Tool wandelt PDF-Dokumente in Markdown um – ideal, um Texte für Telli oder andere Plattformen aufzubereiten.

Bild Compressor – Fotos zu groß fürs Hochladen? Der Bild Compressor reduziert die Dateigröße direkt im Browser, ohne dass Bilder den eigenen Rechner verlassen.

HTML Editor – Für den Einstieg ins Coden: HTML schreiben, sofort die Vorschau sehen, mit dem integrierten Baukasten starten. Niedrigschwellig genug für Einsteiger, nützlich genug für den Informatikunterricht.

Seitensprung – Laterales Lesen – Keine Web-App, sondern eine Browser-Erweiterung für Chrome und Firefox. Sie unterstützt Schülerinnen und Schüler beim lateralen Lesen: Quellen prüfen, Informationen einordnen, Medienkompetenz trainieren.

Das Gesamtbild

Die Werkzeugsammlung gliedert sich in vier Bereiche: Gestalten (vom Ausmalbild-Generator über GreenScreen bis zum Comic Creator), Lernen & Üben (Lernkarten, MerkDirMal, KI Werkstatt für die Grundschule), Unterrichtswerkzeuge (QR-Rallye Generator, Placemat, FlexCards) und Sonstiges (Prompt Generator, Passwort-Ablage und die neuen Tools).

Was alle Werkzeuge verbindet: Sie laufen im Browser, speichern nichts auf fremden Servern und lassen sich ohne Vorbereitung im Unterricht einsetzen. Keine Registrierung, keine Cookies, keine versteckten Kosten.

Warum das wichtig ist

Schulen brauchen digitale Werkzeuge, die funktionieren – ohne IT-Abteilung im Hintergrund, ohne Datenschutzbedenken, ohne Wartungsaufwand. Genau dafür steht Medien-Durchblick: praktische Lösungen, die sofort einsatzbereit sind.

Alle Tools sind unter CC BY-SA 4.0 lizenziert und stehen der Bildungscommunity offen zur Verfügung.

→ Zur Werkzeugsammlung: medien-durchblick.de


Alexander Weller – kreidezeit.kiwi

Wer steckt dahinter? – Browser Addon für Firefox – Seitensprung – laterales Lesen

Seitensprung im Doppeltest mit Jungle World und Junge Freiheit

Was haben die linke Wochenzeitung Jungle World und die rechtskonservative Junge Freiheit gemeinsam? Auf den ersten Blick: wenig. Auf den zweiten Blick – mit den Augen des lateralen Lesens – erstaunlich viel. Beide sind eindeutig positioniert, beide sind keine neutralen Nachrichtenquellen, und bei beiden lohnt sich die Frage: Wer steckt eigentlich dahinter?
Genau das habe ich mit meiner Browser-Erweiterung Seitensprung ausprobiert.

https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/seitensprung-laterales-lesen/

Was ist laterales Lesen?

Laterales Lesen bedeutet: Nicht in einer Seite lesen, sondern

Vergiss den Button: Warum gute KI-Tools beim ersten Klick verschwinden

Ein Bang-Link-Generator macht sich selbst überflüssig. Genau das ist seine Stärke.
Die beste Software ist die, die man nicht braucht. Klingt paradox? Ist es auch. Aber manchmal liegt genau darin die Eleganz eines Werkzeugs.

Lehrkräfte tippen dieselben Prompts. Immer wieder. „Erstelle mir eine Unterrichtseinheit für Klasse 5″, „Erkläre das Projekt Zeig was du kannst“ (hat mir die KI aufgrund meiner vielen vielen Eingaben vorgeschlagen), „Plane einen Ablauf für drei Doppelstunden“. Copy. Paste. Enter. Warten.
Dumme Arbeit. Zeitfressend. Nervtötend.
Man könnte die Prompts speichern. In Word-Dateien. Oder auf Notizzetteln. Oder in der Cloud. Könnte man. Macht aber keiner. Zu umständlich.

Was wäre, wenn…

…und täglich grüßt das Murmeltier – Herausforderungen aus dem Computerraum

Das alltägliche Passwort-Dilemma

Montag, erste Stunde, Computerraum. „Herr Weller, ich hab mein Passwort vergessen!“ Die Realität sieht ernüchternd aus: Passwörter kleben auf Zetteln, in Hausaufgabenheften oder gleich für alle sichtbar an der Pinnwand. Im Klartext, für jeden lesbar. Von Datenschutz kann keine Rede sein.

Eine Caesar-Verschlüsselung wäre theoretisch möglich, aber wenn Max in der fünften Klasse erstmal sein Passwort „Fussball123“ mit einer Verschiebung von drei zu „Ixvvedoo456“ umrechnen muss, ist die Unterrichtsstunde vorbei, bevor er eingeloggt ist. Und was macht die Vertretungslehrerin, die spontan im Computerraum unterrichten soll?

Ein Passwortmanager auf dem Smartphone wäre konsequent, geht aber leider völlig an der Schulrealität vorbei. Ausgerechnet die Geräte, die bei der digitalen Organisation helfen könnten, werden überall verboten. Die Ironie dabei: Wir wollen digitale Kompetenzen vermitteln, verbieten aber gleichzeitig die digitalen Werkzeuge.

Die kreative Lösung: Das Passwort-Suchsel

Aus dieser Not heraus entstand eine unkonventionelle Idee. Stellen Sie sich ein klassisches Buchstaben-Suchsel vor, wie Kinder es aus Rätselheften kennen. In diesem Gewirr aus Buchstaben, Zahlen und Zeichen ist das Passwort versteckt, im Klartext, aber zwischen hunderten anderen Zeichen. Der entscheidende Punkt: Nur der Schüler weiß, dass sein Passwort in der dritten Zeile waagrecht zu finden ist.

Das Passwort kann direkt abgelesen werden, ohne umständliches Umrechnen. Es sieht aus wie ein harmloses Rätsel und fällt niemandem als Passwort-Zettel auf. Selbst Zehnjährige verstehen das Prinzip sofort, und im Notfall können auch Lehrkräfte mit dem entsprechenden Hinweis helfen.

Das Passwort-Suchsel mag keine perfekte Lösung sein, aber es ist kreativ und praktikabel.
Für interessierte Kollegen habe ich einen Passwort-Suchsel-Generator unter https://medien-durchblick.de/passwort/ entwickelt. Das Tool arbeitet DSGVO-konform ohne Datenspeicherung, bietet verschiedene Größen und funktioniert komplett offline. Wichtig dabei: Die Position des Passworts sollte immer nur mündlich mitgeteilt werden, niemals schriftlich beim Suchsel stehen.

Die Doppelmoral der KI-Nutzung in der Schule

OpenAI beschreibt drei Weisen, mit KI zu interagieren: Fragen stellen, Aufgaben delegieren, sich beim Ausdruck unterstützen lassen. Besonders brisant für den schulischen Kontext ist dabei das Delegieren – also das Erzeugenlassen von Inhalten durch KI. Genau hier zeigt sich ein bemerkenswerter Widerspruch.

Immer häufiger nutzen Lehrkräfte KI, um Unterrichtsmaterialien zu erstellen: Arbeitsblätter, Aufgabenstellungen, Texte. Die Motivation ist nachvollziehbar – Zeit sparen, Entlastung finden, Routinearbeit abgeben. Doch sobald Schüler:innen dieselbe Technologie einsetzen, um Texte zu verfassen oder Lösungen vorzubereiten, wird dies als Abkürzung oder gar Betrug bewertet. Faktisch entsteht eine doppelte Botschaft:

QR-Code Rallyes selbst erstellen: Digitale Schnitzeljagd ohne Anmeldung und Datenschutz-Sorgen

Wer schon einmal versucht hat, eine digitale Schnitzeljagd oder Rallye für den Unterricht zu erstellen, kennt das Problem: Die meisten verfügbaren Tools erfordern eine Anmeldung, sind kostenpflichtig oder speichern die Daten auf amerikanischen Servern. Für Lehrkräfte, die schnell und unkompliziert eine QR-Code Rallye erstellen möchten, ohne sich Gedanken über Datenschutz machen zu müssen, war das bisher ein echter Stolperstein.

Genau hier setzt der neue QR-Code Rallye Creator an: Ein kostenloses, browserbasiertes Tool, das komplett ohne Anmeldung funktioniert und alle Daten lokal auf dem eigenen Gerät speichert. Entwickelt nach den Prinzipien von „Privacy by Design“ können Lehrkräfte endlich bedenkenlos digitale Rallyes erstellen – und das mit einem ansprechenden, modernen Design.

https://medien-durchblick.de/qrrallye/

Eine QR-Code Rallye ist eine moderne Form der Schnitzeljagd, bei der Teilnehmer mit ihrem Smartphone QR-Codes scannen und dabei verschiedene Stationen durchlaufen. Jeder QR-Code führt zu einer interaktiven Webseite mit einer Aufgabe, einem Rätsel oder einer Frage. Nach der richtigen Beantwortung erhalten die Spieler oft einen Lösungsbuchstaben, der am Ende ein Lösungswort ergibt.

Die Vorteile liegen auf der Hand: QR-Code Rallyes funktionieren mit jedem Smartphone, erfordern keine App-Installation und können flexibel an verschiedene Lernziele angepasst werden. Ob für den Geschichtsunterricht im Museum, eine Mathe-Rallye im Schulgebäude oder als spannende Alternative zum klassischen Arbeitsblatt – die Einsatzmöglichkeiten sind

Fake News verstehen lernen: Ein neues pädagogisches Tool für den Unterricht

Nach vielen Workshops zum Thema Fake News mit Jugendlichen habe ich festgestellt: Die üblichen Fake-News Generatoren überfordern oft jüngere Schüler:innen. Sie bieten zu viel Freiheit ohne Struktur und lassen die Jugendlichen bei der Inhaltsauswahl allein. Das Ergebnis? Häufig entstehen extreme oder radikale Posts, die ich als Lehrkraft korrigieren musste.

Deshalb habe ich ein neues Tool entwickelt: https://medien-durchblick.de/fakenews

Was macht dieses Tool anders?

    1. Vorausgewählte Bilder statt freier Upload – Die Schüler:innen wählen aus einem kuratierten Set von Bildern, das verschiedene Fake News-Kategorien abdeckt
    2. Schritt-für-Schritt-Anleitung – Statt alles auf einmal zu präsentieren, führt das Tool durch 5 klare Schritte: Bild → Text → Profil → Likes & Caption → Hashtags
    3. Konkrete Vorschläge bei jedem Schritt – Zu jedem Bild gibt es passende Textvorschläge, typische Fake-Profile und relevante Hashtags
    4. Pädagogische Analyse am Ende – Nach der Erstellung können die Schüler:innen auf „Fake News analysieren“ klicken und erfahren:
      • Welche Kategorie ihr Bild repräsentiert
      • Welche Manipulationsmechanismen angesprochen werden
      • Welche Gefühle getriggert werden sollen
      • Was die typische Absicht solcher Fake News ist

Warum ist das wichtig?

Das Tool nimmt den Schüler:innen nicht die Kreativität, sondern kanalisiert sie in pädagogisch sinnvolle Bahnen. Sie lernen die Mechanismen von Fake News kennen, ohne selbst extreme Inhalte zu erstellen. Die nachgelagerte Analyse macht den Lerneffekt explizit und fördert kritisches Denken.

Technische Details:

  • Vollständig DSGVO-konform (keine externen Ressourcen, keine Datenspeicherung)
  • Läuft komplett im Browser
  • Mobile-optimiert

Ich hoffe, dass das Tool kann ein wenig helfen und weiß gleichzeitig, dass die Erfahrung, die ich gemacht habe, genau nach so einer Vereinfachung verlangt hat.

Geschichten gestalten statt konsumieren: WebApps als transparente und kreative Alternative zu klassischen Apps

Viele mobile Anwendungen fordern bei der Installation weitreichende Zugriffsrechte – auf Kontakte, Kameras, Mikrofone oder Standortdaten – ohne dass für Nutzende nachvollziehbar ist, welche Daten wozu verarbeitet werden. WebApps hingegen laufen im Browser und benötigen in der Regel keine Installation. Die Nutzerinnen und Nutzer behalten die Kontrolle: Es gibt keine versteckten Hintergrundprozesse, keine dauerhafte Datensammlung.

https://medien-durchblick.de/geschichten/

Das Projekt „Geschichten erleben & gestalten“ zeigt hier einen alternativen Weg: Es basiert vollständig auf offenen Webtechnologien, funktioniert ohne Registrierung oder App-Store-Zugang und verzichtet bewusst auf Trackingmechanismen. Der Fokus liegt auf Barrierefreiheit, Datenschutz und niedrigschwelligem Zugang.

Ein Beispiel für kreative statt konsumorientierte Mediennutzung:
Das Projekt „Geschichten erleben & gestalten“ versteht sich nicht als umfassende Plattform, sondern als kleines, konkretes Beispiel dafür, wie digitale Medien auch anders gestaltet sein können: nicht mit dem Ziel, Konsumverhalten zu fördern, sondern um Kreativität, Interaktion und Eigenaktivität zu ermöglichen. Durch interaktive Elemente, Entscheidungsoptionen und die Einladung zum Weiterdenken entsteht ein medienpädagogischer Raum, in dem Nutzerinnen und Nutzer selbst aktiv werden können – nicht als Publikum, sondern als Mitgestaltende.

GreenScreen WebApp: kreative Medienarbeit – direkt im Browser

Die GreenScreen WebApp ist eine Browser-Anwendung, die es Nutzern ermöglicht, Bilder mit der GreenScreen-Technologie in drei Ebenen zu bearbeiten – direkt im Browser, ohne Installation und ohne externe Serververbindungen.

Es ist keine App-Installation notwendig. Ein Webbrowser genügt, um sofort mit der Bearbeitung zu beginnen. Alle Bearbeitungsschritte finden ausschließlich lokal auf dem Gerät des Nutzers statt. Es werden keine Daten an externe Server gesendet, wodurch eine vollständige DSGVO-Konformität

„Wer nichts weiß, muss alles glauben!“ – Marie von Ebner-Eschenbach

Wissen schützt vor Leichtgläubigkeit – das gilt heute mehr denn je. Künstliche Intelligenz verändert, wie wir lernen, arbeiten und uns informieren. Sie sortiert Nachrichten, schreibt Texte, analysiert Daten. Aber wer nicht versteht, wie sie funktioniert, läuft Gefahr, ihr blind zu vertrauen – oder sie vorschnell abzulehnen.

Um dem entgegenzuwirken, gibt es zwei neue virtuelle Bibliotheken. Die erste, „KI und Demokratie (Förderung)“, befasst sich mit der Rolle von KI in der Meinungsbildung. Sie enthält Materialien zu Fake News, App-Datenflüssen und den Angeboten von Klicksafe, die zeigen, wie KI demokratische Prozesse beeinflussen kann – im Positiven wie im Negativen.

Die zweite, „Wie kann KI von Schüler:innen sinnvoll verwendet werden?“, richtet sich an Lehrkräfte und Schüler:innen. Sie bietet praxisnahe Materialien für den Unterricht, darunter einen Workshop zum Thema „Prompting“ sowie eine Einheit zum Growth Mindset – also zur Frage, wie KI Lernprozesse unterstützen kann, ohne kritisches Denken zu ersetzen.

zu den Bibliotheken -> hier

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